Samstag, Oktober 06, 2007

Andy is back (Part3), was hat sich geändert?

Was hat sich in der Zeit geändert als ich fern der Heimat gearbeitet habe? Es ist Herbst geworden, ansonsten hat sich garnichts geändert.



Mein Arbeitgeber ist der Alte; Kugelfisch trägt ihre Kugel noch immer mit Stolz (ist nicht schlimm, ich werde sie auch weiterhin lieben); Grinseklops, formely known as Schildkrötenhals, ist immer noch ein Baby das sich täglich andere Taten aussucht, um die Welt zu entdecken; Bribram beharrt auf sein/ihr Kanal (ist nicht schlim, ich muß dich einfach aufziehen, nur so läufst du auf Hochtouren); Die Vier gehen ihre eigenen Wege und sind weiterhin überzeugt, es alles allein schaffen zu können und zu müssen; die dazugehörige Mutter ist weiterhin überzeugt, es alleine richten zu müssen bzw. den Vater nicht involvieren zu müssen. Speziell zum Letzteren möchte noch ein paar Worte verlieren. Als ich alle, Die Mutter & Die Vier, vor die harte Realität gestellt habe, dass ich aus dem Wohnverbund ausziehe, hatten Die Mutter und ich unheimlich viele Gespräche. Der Inhalt der Gespräche behandelte unter anderem wie wir als Eltern gemeinsam unsere Pflichten und Rechte dem jeweiligen gewähren. Die Mutter, die immer wiederholt hatte, dass sie das Scheitern unserer Beziehung unteranderem in ihrer Überlastung als Mutter sieht. Jedes Erklären, dass sie als Mutter auch loslassen kann und die Pflichten des Vaters in Anspruch nehmen darf und muß, schien ihr geläufig. Doch sie hat den Nagel auf dem Kopf getroffen, sie war während unseres gemeinsamen Zusammenlebens nie in der Lage loszulassen. Nur wenn es ganz schlimm wurde, war der Vater berechtigt, die Leviten zu lesen. Alles andere wollte sie regeln, mit nur einem Zwei-Tage-Job, der ihr die Sicht der realen Welt erhalten sollte, eigentlich kein Problem. Der Haushalt im Grunde genommen auch eher als zweitrangig anzusehen, sollte es wieder um uns gehen, wobei die Kinder immer ein grosser Teil sind und bleiben. Ab einem gewissen Alter der Kinder eigentlich legitim. Halt loslassen. Sie konnte es aber nicht. So kam das Aus. Nun mit diesen Fakten bestückt sollte man doch gemeinsam einen Plan planen und verwirklichen können, insbesondere dann wenn beide die Geschichte kennen. Um selbst in der Trennung Kinder gemeinsam zu erziehen, benötigt jedes Elternteil Disziplin, um seinen Rechten und Pflichten nachzukommen. Als Hauptverdiener ist es meine Pflicht den Wohnort zu räumen, um der Mutter in ihrer Angeschlagenheit nicht alles zu nehmen, was sie lieb gewonnen hat. Die Pflicht des Vaters ist es aber auch, trotz der räumlichen Trennung das Leben der Kinder zu sehen, zu lesen und in richtige Bahnen zu lenken. Die Pflicht der Mutter ist es wiederum, den Alltag durch Kommunikation dem Vater mitzuteilen, damit beide gleichberechtigt die Erziehung (Lebenslehre) fortsetzen können. Es geht nämlich darum, die gemeinsamen Kinder für Ihre eigene Welt, die sie schaffen, vorzubereiten. Leider hat sich weder nach meinem Weggang aus dem gemeinsamen Wohnen noch nach meiner 5 monatigen Excursion etwas geändert. Es hat sich eher verhärtet, Die Mutter läßt in ihrem Namen die Kinder verleugnen. Leider glaubt sie, dass sie IHREN Kindern was Gutes antut. Ich sehe es etwas differenzierter. Sie schadet ihnen und ich glaube schon fast, dass es zu spät ist. Insbesondere wenn Entscheidungen, die bezüglich des schulischen und beruflichen Werdegangs ohne Rücksprache mit dem Vater getroffen worden sind. Wie kann es sein , dass ein Kind mit mehr als nur einer künstlerischer Begabung auf eine Schule geht, die Sachbearbeiter ausbildet. Wie kann es sein, dass der Jüngste von "Die Vier" sich in meinem Umfeld wohl fühlt, aber mir nicht erklären kann, warum er nicht bei mir sein will/kann. Jedenfalls deswegen habe ich keine Kinder gezeugt. Ich will sehen, wie meine Kinder ihre Träume verwirklichen. Denn wie jedes Kind seiner eigenen Eltern glaubt man, selbst seine Träume nicht verwirklicht zu bekommen. Das ist sicherlich nicht wahr, aber als Vater möchte ich helfen dürfen, damit meine Kinder ihr Leben besser und zielgerichtet koordinieren können und das Gefühl erlangen, ihre Träume verwirklicht zu sehen. Jedenfalls hat sich Die Mutter nicht geändert und dementsprechend haben sich Die Vier auch nicht geändert, jedenfalls nicht durch mich und mein Handeln.

Es ist gibt zwar diese eine Mauer , aber es gibt auch noch genügend Luft und Erde, die als Elemente des Lebens wertvoller sind und die es wert sind, meine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Denn eines hat sich geändert seitdem ich wieder back bin. Ich bin gereift und ich weiss jetzt was mir gut tut.

Kugelfisch z.B. tut mir gut. Sie steht mit beiden Beinen auf der Erde, zwar nicht immer fest, aber fest genug, um mir den Beistand zu geben, den ich in portionierter Form von Zeit zu Zeit brauche. Es ist besonders heilsam anzuschauen wie sehr sie in ihrer neuen Aufgabe als Mutter aufgeht und ihre Augen sich mit Stolz erfüllen, wenn Grinseklops wieder etwas Neues entdeckt hat. Sie verliert aber nie ihre eigenen Ziele. Kugelfisch ist einer dieser Menschen, die keine Angst vor dem Neuen haben. Sie nimmt Veränderungen immer als Herausforderung, die einen die Stärke geben etwas anderes auszuprobieren. Und obwohl es doch Situationen in ihrem im Leben gibt, die ihr nicht behagen geht sie sie an. Zeitverzögert zwar, aber sie geht sie an. Sie war z.B die Stärke, die mir die Ängste genommen hat, einen anderen Job in einem fernen Land anzunehmen, obwohl wir gerade am Anfang eines gemeinsamen Familienlebens sind. Das ist Mut, aber auch Vertrauen, dass ich meinen Aufgaben als Vater trotzdem nachkommen kann, obwohl etliche Flugmeilen dawischen liegen und sie sich nicht als Alleinige in der Verantwortung sieht. Es ist aber auch die Situationen als ich mich entschied, doch wieder bei der alten Firma anzuheuern. Ihr aktives Verständniss, dass ich zwischen Baum und Borke war. Danke Kugelfisch, ich liebe dich dafür. Natürlich auch für deine schönen Augen etc. aber doch vorrangig für dein Wesen. Eine Randbemerkung zum Aussehen, du kannst sogar zum Friseur gehen und kommst genauso hübsch wieder raus, da gibt es nicht viele Frauen auf dieser Welt von denen man das behaupten kann.

Darf ich vorstellen? Grinseklops, sein weltlicher Name ist Quentin-Ilias. Grinseklops tut mir gut. Es ist ein tolles Gefühl sein Grinsen zu empfangen Das Zeichen, dass er mich erkennt und/oder ein Zeichen seines Stolzes, dass er wieder etwas geschafft hat, was er erst in zwei Monaten machen dürfte. Er tut mir gut wenn er sich freut mit mir in die Badewanne zu gehen. Es bereitet mir Freude, ihn niesen zu sehen wenn er wiedermal versucht hat Badewasser zu trinken. Aber am besten geht es mir wenn ich ihm in die Augen schaue und ihm zeigen kann wie wichtig er mir ist. Wie alle meine Kinder mir wichtig sind. Dieses zarte Geschöpf, so zerbrechlich aber doch seine eigene Persönlichkeit dem ich ein Teil meines Lebens schenken darf, so wie er es mir ebenso schenkt. Er gibt mir das gute Gefühl, alle meine Entscheidungen aus der näheren Vergangenheit einen Sinn zu geben und sie als richtig einzustufen. Er gibt mir aber auch das Gefühl, in der längeren Vergangenheit nichts falsches getan zu haben. Die Entscheidung aber hätte keine Minute später getroffen werden dürfen. Früher vielleicht, doch dann hätte ich nicht Kugelfisch am Haken. Grinseklops, auch dich liebe ich und könnte dir nur in deinen Hals knutschen.

Es tut mir gut, Bribram in ihrer Freude zu sehen. Sie freuen sich über ihr fünftes Enkel und nehmen gerne Anteil an meinen folgerichtigen Entscheidungen. Sie zeigen Verständniss und Liebe, indem sie mir und Kugelfisch zuhören und dieses ohne irgendeine Bewertung anerkennen. Es sind die Geschichten des Damals, die mich als Sohn zwar erschrecken, denn als Kind möchte man so die eine oder andere Situation nicht vor Augen haben. Man kennt sie aber bzw. hat sie erahnt. Wenn man glaubt, selbst auf dem Tiefpunkt zu sein, ist es auch wichtig seinen Fokus mal wieder auf scharf zu stellen. Bribram haben es immer wieder geschafft, mir dieses ohne direkte Ansprache klar zu machen. Es tut mir aber auch gut, dass das kleine Omily sich auch über ihr fünftes Ur-Enkel freuen kann und dass Bribram sie in regelmässigen Abständen informiert. Danke dafür, ich liebe euch auch. Selbst euer Crusade in der Kanalisation tut mir gut, denn dies bietet uns viele Gespräche über uns, den anderen und die, die uns lieb sind.

Es tut mir gut, eine Erfahrung gemacht haben zu dürfen, die ich zwar in meinen Träumen immer hatte, aber nie in meinem vorherigen Umfeld jemals gewagt hätte zu erzwingen. Es tut mir gut, dieses zu erkennen und mit aller Klarheit zu benennen. Das Leben, selbst wenn es nur zwei Monate waren, auf einem anderen Kontinent, in einer anderen Kultur bereichert einen ungemein. Es gibt einem die Klarheit des eigenen Seins und seiner Werte. Ich freue mich, keine Angst mehr zu haben diesen Schritt zu wiederholen und geniesse es zu wissen, dass ich es wieder machen werde. Das erste Mal war es notwendig für mich, allein die Situation zu erleben und zu verarbeiten. Das nächste Mal werde ich, wenn mein Partner das möchte, nicht alleine gehen, sondern nur gemeinsam. Es ist nämlich berauschend, in einem fremden Umfeld mit allen seinen komischen Gebräuchen doch Menschen im Innersten zu sehen. Sie gehen die Sachthemen halt auf Grund ihrer eigenen Historie anders an als wir. Wir hatten halt auch so unsere Historie. Ne wah? Das hätte ich all meinen Kindern auch gewünscht, wer weiss vielleicht kommen sie selber drauf. Jedenfalls war es um so wertvoller, nicht nur als Tourist eingereist zu sein, sondern während der Verrichtung einer Arbeitstätigkeit China entdecken zu dürfen. Danke denjenigen, die dieses mir ermöglicht haben.

Es tut mir gut wieder in Berlin zu sein. Es erfüllt mich mit Freude, den Funkturm (Eifelturm Berlins), den Fernsehturm wieder öfter und bewusster erleben zu können. Es tut mir gut doch in einer Arbeitswelt Freunde zu haben. Selbst wenn man aus ihrer Arbeitswelt ausscheidet nehmen sie einen wieder gerne auf. So wie mir passiert kann man wirklich von Freunden sprechen. Dieses widerum gibt mir das unheimliche Gefühl das dritte Mächte mir mein China Engagement ermöglicht haben, um mir meinen Traum zu erfüllen. Wenn es an dem war dann war es gut, obwohl unheimlich. Wenn es an dem nicht war, sondern ein Zufall dann war es auch gut. Dieses so differenzieren zu können tut mir gut, denn es tut nichts weh und ich bin wieder in einem Umfeld, welches ich kenne und für mich zu nutzen weiss. Sie wissen aber auch, was sie an mir haben. Eine Gleichberechtigung halt. Danke euch allen, die daran beteiligt waren. Es gibt sicherlich Personen, die ich gerne ausschliessen möchte, aber das brauche ich hier nicht weiter durchzukauen.

Wie ihr also in den letzten paar Minuten lesen konntet, geht es mir gut und ich lasse mich nicht aus negativen Produkten der Vergangenheit entmutigen. Zu guter Letzt ein paar meiner letzten Bilder.




Sonntag, September 16, 2007

Andy is back (Part2), wo war er überhaupt?

Juten Tach und Hallo. Kaum nachdem ich alle Zweifel aus dem Weg geräumt habe und es gewagt habe ein neues Kapitel in meinem Leben aufzuschlagen bin ich wieder zu Hause. Es sollte eine grosse Erfahrung werden und es war einer der größten Erfahrungen in meinem noch kurzem Leben. Ich war in China arbeiten. Ein Gebiet voller Überraschungen. Eine Kultur so unterschiedlich und doch nicht fremd wenn man gerne mit offenen Augen durch die Welt gehen will. Entschuldigung Blindfisch, aber mit ich glaube du gehst eher mit deiner Nase durch das Leben. Es waren nur knapp zwei Monate die ich in China gearbeitet habe, aber ich habe so viele Eindrücke mitnehmen dürfen die der einzelne Tourist niemals mitkriegen würde. Klar die Transportbilder zB. Fahrradfahrer mit 15 und mehr Butangasflaschen im Gepäck, die Garküchen etc. bekommt jeder. Man muss es aber auch schätzen und nicht mit dem Kopf schütteln. Die Akzeptanz, dass es sich dort wirklich nur um das Kaufen und Verkaufen dreht. Dementsprechend ist die Arbeitskultur extrem unterschiedlich zu unserer. Der einzelne Arbeiter ist sicherlich nichts Wert. Er wohnt in der Firma, bekommt drei Mahlzeiten am Tag, seine Arbeitsklamotten und ein sehr kleines Taschengeld. Es warten aber für jeden Arbeitsplatz mindestens 30 fähige Arbeitskräfte. Um zu überleben wird halt Handel betrieben, und selbst wenn es nach westlichem Bild Kopien sind die gehandelt werden. In China ist es ein Produkt. Ich habe so viele kleine Garagen gesehen die mit modernen Fertigungsmaschine bestückt waren, einfach unglaublich. Na ja, wo sollen den auch die zahlreichen Uhren herkommen. Die kleinen Garagen produzieren jeweils ein Teil z.B. ein Zahnrad. Die Masse die er pro Tag produziert wird per Fahrad zum Assy Werk transportiert und der Grosse Uhren-Werksleiter verhöckert die Uhren per LKW and die kleinen Zentralen die wiederum per Fahrrad diese weiter an die kleinen Geschäfte verteilt. Für diese Kopien gibt es 100Seiten starke Kataloge, so wie für Schmuck, Sonnenbrillen, Taschen, etc. Die Chinesen haben den Tier1, Tier2, Tier... perfektioniert. Jeder bekommt seinen Anteil und jeder darf überleben. Hier in der westlichen Welt ist es eher so, dass der Tier unter einem für sein Überleben kämpfen muss und meist den kürzeren zieht. Das wichtigste jedes Chinesen ist die Nahrungsaufnahme. Ich habe in meinem Leben noch nie soviel Möglichkeiten zur Nahrungsaufnahme gesehen. Am Tage sind es die Restaurants, die Fast-Food Ketten (nicht nur McD oder KFC, sondern sie haben ihre eigenen Fast-Food-Restaurants) und ab 22-23 Uhr kommen die privaten Garküchen raus. Fleisch, Gemüse, Nudeln, Reis. Einfach alles. Wie gesagt, ich habe viel gesehen und in der kurzen Zeit die ich hatte, auch gelebt. Eine Erfahrung die mir keiner nehmen kann. Eine Erfahrung als Techniker der mit seinen eigenen Idealen die Aufgabe angenommen hatte und eher entäuscht über die westliche Welt und deren Abgesandten die nur ihre eigene Haut retten und ihre Habgier befriedigt sehen wollten. Dem entsprechend bin ich wieder zurück bei meinen Freunden die mich, meine Ideale kennegelernt haben und mich schätzen. Alle die ich damals zum Abschied in meinem Blog, Brief "...KombiParty" einen Faustschlag erteilt habe, haben mich alle rührend aufgenommen. Dies gibt mir das wunderbare Gefühl das letzte Kapitel mit aller Freude zurück blicken zu können und persönlich erfüllt abzuschliesssen. Ich habe keine Angst mehr extreme Schritte zu gehen und werde in Zukunft auch keine Angst haben in fremden Kulturen ein Leben zu leben. Zài Jiàn & Xìe Xìe Shenzhen, China
Ich habe keine Angst mehr vor der Einsamkeit, obwohl ich es wahrlich nicht immer genossen habe. Ich habe so gelernt das ich mehr ein Familienmensch bin als andere es gerne in mir sehen wollen. Ich habe nun gelernt was "zu Hause" bedeutet. Es wird mich natürlich nicht davor schützen weiterhin in depressive Phasen hinabzugleiten, aber es hilft mir scheller aus ihnen herauszukommen. Ich geniesse es bei Kugelfisch und den kleinen Schidkötenkopf, oder soll ich eher Specki sagen, zu sein und ich habe die Klarheit das meine Lebensbegleiter aus früheren Kapiteln kein weiteres Interesse an meiner Person und Leben haben. Dies war vorher schon so ,aber heute viel klarer im Bild. Nun beginnt wiedermal ein neues Kapitel, obwohl ich wieder im gleichen Umfeld zurück gekehrt bin. Ich habe aber meinen Fokus neu fokusiert und weiss nicht wohin die Reise geht und das ist gut. Sicherlich werde ich wieder in alte Gewohnheiten eintauchen, aber mit der Gewissheit es niemanden Beweisen zu müssen. Den das was ich in meinem Leben geschafft habe ist eine ganze Menge. Ich habe Freunde und starke Verbündete die für mich da sind. Nun ein Wort an meine Lebensbegleiter aus vergangenen Tagen. Für mich ist es Gewissheit, dass ich viel geleistet habe, um für euch in der Vergangenheit und in der Zukunft ein guter Mensch zu sein. Wenn ihr es in der Gegenwart differenzierter seht und das ist das was ihr mir zeigt, dann ist es halt so. Ich hatte Schmerzen deswegen, dass was ihr mir entgegen gebracht habt entgegen bringt, aber ich habe nun mein Fokus verschoben und werde mich nicht mehr darum scheren. Jeder hat halt seinen eigenen Fokus.
Ich kam aus einem fernen Land nach Deutschland, ohne der deutschen Sprache mächtig zu sein. War eine Pleite in der allgemein bildenden Schule, aber der Held nach dem Schulwechsel. Habe meine Lehre zwar nicht mit bravour bestanden, aber gut genug, um das Vertrauen anderer zu gewinnen, die mich in meinem Leben gefördert haben. Ich hatte keine immer glückliche Bindung mit meinem Elternhaus (ich glaube es hat jeder) und eine Partnerin die es für ihre Erfüllung ihrer Träume ausgenutzt hat. Ich habe es aber überlebt und erkannt und folgerichtig gegen gesteuert. Ich habe viele nette Leute in/aus fernen Ländern kennengelernt und ich habe Technik zur Funktion gebracht. Ich habe im Abendstudium meinen Techniker mit sehr guter Zensur abgeschlossen und habe trotzdem der Familie in allen belangen gedient bzw. ihr eigenes Leben ermöglicht. Ich habe die Einsamkeit gesehen und nur für bedingt gut befunden. Ich kann lieben und Liebe empfangen. Ich habe viel erreicht in meinem Leben. Mal schauen was die weiteren Kapitel an Lernstoff bieten. Wie gesagt, ich weiss nicht wo es hin geht

Mittwoch, August 22, 2007

Andy is back

I'm back. Die 9 Wochen China pur, dh arbeitend und mit einem Ziel dort ansässigen Werkzeugmachern das Handwerk anzulernen ist nun vorbei. Die Personengruppe für die ich arbeitete waren leider nicht mit einem gleichen Ziel ins Rennen gegangen. Wenn es nur das Ziel ist einem Globalen Ziel zu folgen und sich dabei ein Monopol zu errichten, ist es mir unmöglich mich mit diesen Personen weiterhin auseinander zu setzten. Mir ist es immer darum gegangen etwas zu entwickeln und dieses im Breiten. Der eigene Geldbeutel war und ist sekundär. Ein wenig traurig bin ich, aber froh, dass die Heuchelei vorbei ist. Insbesondere die unmögliche Art Probleme zu lösen. Es ging immer nur darum anderen Personengruppen ihre Unfähigkeit nachzuweisen. Somit kann man natürlich von seiner eigenen Unfähigkeit ablenken und seine unehrenhafte Zielvorstellung durch drücken. Das brauche ich aber nicht. Ich habe in meiner Vergangenheit gelernt Probleme anzugehen und nicht nach dem Schuldigen zu suchen. Nun eine Woche war ich nun in der Versenkung um zu verstehen und zu planen, nun ist es I'm back. Ich werde noch mehr über China schreiben nur heute nicht mehr.
Bribram you may call me. I needed the week for my own. Please say hello to Oma and tell her that Kugelfisch didn't lie. ;-)

Dienstag, August 07, 2007

Wohnen und Leben in Berlin

Ja, kaum zu glauben, aber auch hier herrscht Einsamkeit. Schwer ist die Abwesenheit des Partners zuertragen, Dinge zu erleben, die man doch so gerne teilen würde mit dem wichgsten Menschen ein seinem Leben. Tagtäglich den technischen Umständen unserer heutigen Kommunikationsmittel ausgeliefert zu sein, ist schwierig. Was da so alles schief gehen kann, ich habe die Fähigkeit es auszuprobieren. Sei es dass das Handy keinen Empfang auf dem Land hat, sei es dass Programme nicht ordnungsgemäß bedient werden oder Absprachen doch nicht für beide klar genug formuliert waren. Wer weiss vieviel ich da noch finde. Das ist richtig blöd, wenn der andere sich dann zurückgesetzt fühlt, obwohl nichts in der Absicht ferner lag. Wertvolle Zeit geht da für die Klärung drauf. Wie sehr vermisse ich eine Live-Umarmung. Ansonsten geht das Leben seinen Lauf. Der Kleine wächst und gedeiht, er dreht und wendet sich über den Boden, macht seine Rob-Übungen und ist sauer, wenn er das nicht hin bekommt. Rückwärts ganz woanders landet. Es ist zwar das Natürlichste der Welt aber ein Wunder, wie ein kleiner Mensch lernt, sicht die Welt aneignet. Seine Umgebung durch Staunen, Schauen und Greifen erkundet. Oberflächen und Strukturen kennenlernt. Ausprobiert wie was schmeckt. 2x hat er nun den ersten Brei versucht und ist begeistert. Gierig sperrt er das Mäulchen auf. Am liebsten würde er den Löffel selbst nehmen, aber das geht wirklich noch nicht. Habe manchmal den Eindruck, dass QI nicht akzeptieren will, dass er erst 4 Monate alt ist. Es ist wunderschön so ein kleines Wesen auf seiner Erkundungstou des Lebens zu begleiten. Freue mich auf den Augenblick, wenn ich wieder den Zwerg auf dem Arm seines Papas sehe und sie sich in ihrer gemeinsamen Sprache unterhalten. Euphemistisch wie ich oft bin würde ich sage, Mensch die Hälfte der Zeit ist schon um, bald sind wir wieder zusammen wenn es nur noch nicht solange wär. Zeit: Mal ist sie zu lang, mal zu kurz. Mit Andy zusammen kann sie nie lang genug sein, ohne ihn nie kurz genug.

Montag, August 06, 2007

Wohnen und Leben in Shenzhen


Die Einsamkeit ist noch immer da, aber wir sind nun endlich umgezogen. Jeder hat sein Apartment und kann ein wenig seine eigene Rolle übernehmen, so wie er/sie lusig ist. Die Gegend bzw. der Komplex ist sehr sicher und in der Umgebung gibt es mehrere Einkaufsmöglichkeiten um nahrhaftes einzukaufen. Das einzige was ich noch nicht gefunden habe ist Käse und Brot, doch wozu Brot wenn es Bier und/oder Cola gibt. Das Team berichtet über 1Kg Gewichtszunahme pro Woche, ich Frage mich nur wie das passieren kann. Wenn ich mich anschaue nehme ich eher ab. Die 72Kg sind aber noch auf der Waage. Wie gesagt wir haben nun unser Eigen und ich habe endlich keine Pilze die aus dem Teppich oder aus der Tapete spriessen. Keine Bierfässer die auf dem oberen Deck unseres Schiffshotel schepperten. Kein lautes gequitsche, schreien befriedigter Frauen. Wiedermal ein Neu-Anfang.
Du bekommst mit der Zeit eine gewisse Routine die Neu-Anfänge so zu nehmen wie sie kommen. Wir sind halt in China, ein flexibles Land mit seiner eigenen Sturrheit. Eine Doppelmoral die ich nicht besser Leben könnte. Jeden Tag haben wir ein Neu-Anfang selbst bei den Werkzeugmachern. Immer kommt eine neue Schwierigkeit hinzu die wir in chinesischer Manier abarbeiten müssen. Es sind immer wieder die zahlreichen Diskussion die nur 2% das behandeln, die restlichen 98% sind die erklärenden Worte wieso und warum. Es schlaucht momentan, bzw ich glaube ich brauche mal wirklich 2Tage frei. Abschalten und im Bett faulenzen, kein saufen nur Musik. Mal schauen was wir nächstes Wochenende machen, unsere chinesesischen Kollegen fliegen mal kurz übers Wochenende zu ihren Familien und B & ich werden wahrscheinlich in guter alter chinesischen Manier (flexibel halt) mit einem der neuen Fahrer nach HongKong tingeln. Ich muss nämlich weiter nach Shanghai zu einem grossen Meeting auf VP und Direktoren-Ebene und unsere 30Tage sind eh bald vorbei, um einmal aus China raus zu reisen, um dann wieder einreisen zu können.
Nun nochmal zu Thema nahrhaftes. Letzte Woche haben wir, wie fast jeden Tag, chinesische Küche gegessen, aber diesmal war es extrem widerlich. Für mich deutsch-ami der bekanntlich nur Hamburger oder Cürrywürste kennt war es eine Begegnung der Besonderen Art. Gekochte Hühnerfüsse, Hühnermagen, Torfu, Pilze wie aus meinem Hotelzimmer und andere Abscheulichkeiten. Leider waren alle anderen begeistert vom Essen und konnten mein Leid nicht verstehen. Ich der eigentlich nie mäckelt, nur das Essen links liegen lässt und Verständniss hat wenn das Essen anderen schmeckt, war hier dem Kotzen sehr sehr nah. Da gab es auch Fleisch eingelgt und gebraten mit Masabi, widerlich war das. Ich habe drei Tage danach noch Brechreiz gehabt, als meine Geschmacksnerven sich an die Begegnung errinnert haben.


Nahrhaftes ist für das Erste abgehandelt, nun kommen wir zum Leben. Die Arbeitstage sind immer wieder anders, abends gehen wir gemeinsam essen und ab und zu bummeln. Wie bereits gesagt immer wieder neue Impulse (Probleme) während der Arbeit. Letzes Wochenende haben wir als Sport Wochenende deklariert. Wir haben zu viert 200 Golfbälle in das Universum geschlagen. Dabei haben wir Weiten von 10cm und140m mit einem 5 und 7 Eisen erzielt. Ich war von der Weite zwar nur auf Platz 3, aber die B-Note für die beste Haltung, den besten Schwung habe ich gewonnen. Danach waren wir Kart fahren auf einer Rennstrecke die saumässig Spass gemacht hat. 100cc Karts mit einer Power die deine Oma aus dem Fahrzeug schleudert. Es waren 38°C im Schatten, doch auf der Strecke bestimmt 55°C im Rennanzug, Helm und natürlich Handschuhen und Geschwindigkeiten um die 100 Km/h. Das werden wir bestimmt in den nächsten Wochen nochmal machen. Einfach geil.

Ja das bin wirklich ich auf der Überholspur.