Mittwoch, August 22, 2007

Andy is back

I'm back. Die 9 Wochen China pur, dh arbeitend und mit einem Ziel dort ansässigen Werkzeugmachern das Handwerk anzulernen ist nun vorbei. Die Personengruppe für die ich arbeitete waren leider nicht mit einem gleichen Ziel ins Rennen gegangen. Wenn es nur das Ziel ist einem Globalen Ziel zu folgen und sich dabei ein Monopol zu errichten, ist es mir unmöglich mich mit diesen Personen weiterhin auseinander zu setzten. Mir ist es immer darum gegangen etwas zu entwickeln und dieses im Breiten. Der eigene Geldbeutel war und ist sekundär. Ein wenig traurig bin ich, aber froh, dass die Heuchelei vorbei ist. Insbesondere die unmögliche Art Probleme zu lösen. Es ging immer nur darum anderen Personengruppen ihre Unfähigkeit nachzuweisen. Somit kann man natürlich von seiner eigenen Unfähigkeit ablenken und seine unehrenhafte Zielvorstellung durch drücken. Das brauche ich aber nicht. Ich habe in meiner Vergangenheit gelernt Probleme anzugehen und nicht nach dem Schuldigen zu suchen. Nun eine Woche war ich nun in der Versenkung um zu verstehen und zu planen, nun ist es I'm back. Ich werde noch mehr über China schreiben nur heute nicht mehr.
Bribram you may call me. I needed the week for my own. Please say hello to Oma and tell her that Kugelfisch didn't lie. ;-)

Dienstag, August 07, 2007

Wohnen und Leben in Berlin

Ja, kaum zu glauben, aber auch hier herrscht Einsamkeit. Schwer ist die Abwesenheit des Partners zuertragen, Dinge zu erleben, die man doch so gerne teilen würde mit dem wichgsten Menschen ein seinem Leben. Tagtäglich den technischen Umständen unserer heutigen Kommunikationsmittel ausgeliefert zu sein, ist schwierig. Was da so alles schief gehen kann, ich habe die Fähigkeit es auszuprobieren. Sei es dass das Handy keinen Empfang auf dem Land hat, sei es dass Programme nicht ordnungsgemäß bedient werden oder Absprachen doch nicht für beide klar genug formuliert waren. Wer weiss vieviel ich da noch finde. Das ist richtig blöd, wenn der andere sich dann zurückgesetzt fühlt, obwohl nichts in der Absicht ferner lag. Wertvolle Zeit geht da für die Klärung drauf. Wie sehr vermisse ich eine Live-Umarmung. Ansonsten geht das Leben seinen Lauf. Der Kleine wächst und gedeiht, er dreht und wendet sich über den Boden, macht seine Rob-Übungen und ist sauer, wenn er das nicht hin bekommt. Rückwärts ganz woanders landet. Es ist zwar das Natürlichste der Welt aber ein Wunder, wie ein kleiner Mensch lernt, sicht die Welt aneignet. Seine Umgebung durch Staunen, Schauen und Greifen erkundet. Oberflächen und Strukturen kennenlernt. Ausprobiert wie was schmeckt. 2x hat er nun den ersten Brei versucht und ist begeistert. Gierig sperrt er das Mäulchen auf. Am liebsten würde er den Löffel selbst nehmen, aber das geht wirklich noch nicht. Habe manchmal den Eindruck, dass QI nicht akzeptieren will, dass er erst 4 Monate alt ist. Es ist wunderschön so ein kleines Wesen auf seiner Erkundungstou des Lebens zu begleiten. Freue mich auf den Augenblick, wenn ich wieder den Zwerg auf dem Arm seines Papas sehe und sie sich in ihrer gemeinsamen Sprache unterhalten. Euphemistisch wie ich oft bin würde ich sage, Mensch die Hälfte der Zeit ist schon um, bald sind wir wieder zusammen wenn es nur noch nicht solange wär. Zeit: Mal ist sie zu lang, mal zu kurz. Mit Andy zusammen kann sie nie lang genug sein, ohne ihn nie kurz genug.

Montag, August 06, 2007

Wohnen und Leben in Shenzhen


Die Einsamkeit ist noch immer da, aber wir sind nun endlich umgezogen. Jeder hat sein Apartment und kann ein wenig seine eigene Rolle übernehmen, so wie er/sie lusig ist. Die Gegend bzw. der Komplex ist sehr sicher und in der Umgebung gibt es mehrere Einkaufsmöglichkeiten um nahrhaftes einzukaufen. Das einzige was ich noch nicht gefunden habe ist Käse und Brot, doch wozu Brot wenn es Bier und/oder Cola gibt. Das Team berichtet über 1Kg Gewichtszunahme pro Woche, ich Frage mich nur wie das passieren kann. Wenn ich mich anschaue nehme ich eher ab. Die 72Kg sind aber noch auf der Waage. Wie gesagt wir haben nun unser Eigen und ich habe endlich keine Pilze die aus dem Teppich oder aus der Tapete spriessen. Keine Bierfässer die auf dem oberen Deck unseres Schiffshotel schepperten. Kein lautes gequitsche, schreien befriedigter Frauen. Wiedermal ein Neu-Anfang.
Du bekommst mit der Zeit eine gewisse Routine die Neu-Anfänge so zu nehmen wie sie kommen. Wir sind halt in China, ein flexibles Land mit seiner eigenen Sturrheit. Eine Doppelmoral die ich nicht besser Leben könnte. Jeden Tag haben wir ein Neu-Anfang selbst bei den Werkzeugmachern. Immer kommt eine neue Schwierigkeit hinzu die wir in chinesischer Manier abarbeiten müssen. Es sind immer wieder die zahlreichen Diskussion die nur 2% das behandeln, die restlichen 98% sind die erklärenden Worte wieso und warum. Es schlaucht momentan, bzw ich glaube ich brauche mal wirklich 2Tage frei. Abschalten und im Bett faulenzen, kein saufen nur Musik. Mal schauen was wir nächstes Wochenende machen, unsere chinesesischen Kollegen fliegen mal kurz übers Wochenende zu ihren Familien und B & ich werden wahrscheinlich in guter alter chinesischen Manier (flexibel halt) mit einem der neuen Fahrer nach HongKong tingeln. Ich muss nämlich weiter nach Shanghai zu einem grossen Meeting auf VP und Direktoren-Ebene und unsere 30Tage sind eh bald vorbei, um einmal aus China raus zu reisen, um dann wieder einreisen zu können.
Nun nochmal zu Thema nahrhaftes. Letzte Woche haben wir, wie fast jeden Tag, chinesische Küche gegessen, aber diesmal war es extrem widerlich. Für mich deutsch-ami der bekanntlich nur Hamburger oder Cürrywürste kennt war es eine Begegnung der Besonderen Art. Gekochte Hühnerfüsse, Hühnermagen, Torfu, Pilze wie aus meinem Hotelzimmer und andere Abscheulichkeiten. Leider waren alle anderen begeistert vom Essen und konnten mein Leid nicht verstehen. Ich der eigentlich nie mäckelt, nur das Essen links liegen lässt und Verständniss hat wenn das Essen anderen schmeckt, war hier dem Kotzen sehr sehr nah. Da gab es auch Fleisch eingelgt und gebraten mit Masabi, widerlich war das. Ich habe drei Tage danach noch Brechreiz gehabt, als meine Geschmacksnerven sich an die Begegnung errinnert haben.


Nahrhaftes ist für das Erste abgehandelt, nun kommen wir zum Leben. Die Arbeitstage sind immer wieder anders, abends gehen wir gemeinsam essen und ab und zu bummeln. Wie bereits gesagt immer wieder neue Impulse (Probleme) während der Arbeit. Letzes Wochenende haben wir als Sport Wochenende deklariert. Wir haben zu viert 200 Golfbälle in das Universum geschlagen. Dabei haben wir Weiten von 10cm und140m mit einem 5 und 7 Eisen erzielt. Ich war von der Weite zwar nur auf Platz 3, aber die B-Note für die beste Haltung, den besten Schwung habe ich gewonnen. Danach waren wir Kart fahren auf einer Rennstrecke die saumässig Spass gemacht hat. 100cc Karts mit einer Power die deine Oma aus dem Fahrzeug schleudert. Es waren 38°C im Schatten, doch auf der Strecke bestimmt 55°C im Rennanzug, Helm und natürlich Handschuhen und Geschwindigkeiten um die 100 Km/h. Das werden wir bestimmt in den nächsten Wochen nochmal machen. Einfach geil.

Ja das bin wirklich ich auf der Überholspur.

Dienstag, Juli 24, 2007

Next round


Verdammte Kacke ich kann hier nicht mal mein Blog richtig bedienen, weil in China Google alles ins chinesische übersetzt. Nachdem ich die erste Cholera/Ruhr oder was weiss ich überstanden habe kommt die nächste Welle der Scheisse. Es ist wie immer! Am Ende endet man alleine im Hotelzimmer und ist verzweifelt wie verdammt kalt die Klimaanlage das Zimmer runter gekühlt hat und wie warm man es Zuhause hätte. Für wahr ist, dass man hier in China sicherlich nicht aus Langeweile einsam wird, doch die Sinnesnähe fehlt mir. Ich würde gerne jetzt einfach in der der vereinfachten Einsamkeit herum laufen und mich der warmen Temperatur hingeben, leider ruft die Arbeit und die Vernunft. Wann beginnt die nächste Runde???
Mucke ist neu!


Dienstag, Juli 17, 2007

Nächste Runde

So, nun ist es wirklich wahr geworden. Drachenfänger und ich werden uns nun voraussichtlich 10 Wochen nicht live sehen. 10 Wochen, das ist fast Oktober, wenn wir uns wieder in die Arme schliessen können. Es ist schon Wahnsinn, was unsere moderne Welt von Familien fordert. Seid flexibel wird immer wieder gepredigt. Ich glaube, das sind wir. Nicht, dass wir nicht gespannt sind, wie es nun alles klappt, aber schwer ist und wird es. Das Herz war mir gestern schon schwer, den Drachenfänger ins Taxi steigen zu sehen. Aufgrund der Hitze wäre es zu unvernünftig gewesen mit dem Zwerg zum Flughafen zu fahren. Ein Abschied ist so aber immer noch komischer. Die Tränen standen mir schon in den Augen. Jetzt werde ich also den Berliner Part unserer Familie in Schwung halten und den Kleinen sowie die Schnauzen hegen und pflegen. Wenn alle möglichst viel tun, wird die Zeit vorbei gehen. Es wird eine Herausforderung sein, den Schildkrötenhals zu betuddeln und die Uni im Griff zu behalten. Aber mit dem Ziel vor Augen, bald nach China zu folgen, muss und wird das werden.

Drachenfänger, wer das gemeinsam schafft, was wir jetzt vor uns haben, schafft alles was das Leben uns an Aufgaben stellt.
Ich liebe dich von ganzem Herzen.